Von Frankfurt nach Christchurch

Weltreise Karte mit BoardcardsEine lange Reise begann in Frankfurt. Es war die erste Etappe mit 11 Stunden Flugzeit, ein Nachtflug nach Seoul in Südkorea, und ich hatte mir alles viel dramatischer vorgestellt. Der Flug wurde durch die verschiedenen Mahlzeiten, Filme und Gespräche mit Nachbarn unterteilt. Die Mahlzeiten waren erträglich, man konne ja weglassen, was einem nicht gefiel (unendlich viel Zucker!). Ich habe den Flug genutzt, mir die Star-Wars-Serie nun einmal ganz anzusehen, allerdings auf Englisch – das war eine Herausforderung! Am wenigsten gefielen mir die Gespräche mit meiner Nachbarin, die sich mit einer hohen, auffälligen Stimmlage über ihre vielen Misslichkeiten verbreitete. Sie war über die Maßen dick und kam kaum aus ihren Sitz heraus, wenn ich sie mal bat, mich durchzulassen um auf die Toilette zu gehen. Dennoch erzählte sie mir, dass sie Korea gut kenne und mit dem Motorad vom Flughafen zu ihrem Haus fahren wolle. Sehr kurios!! Ein Fluggast, der vor mir saß machte ihren entnervenden Berichten ein Ende indem er sie anschrie, doch endlich den Mund  halten, weil alle von ihr genug hätten. Sie guckte mich an und fragte: „Was hat er nur?“ Ich habe darauf nicht mehr geantwortet!

Man konnte auf einem kleinen Monitor den Verlauf des Fluges verfolgen. Das war schon interessant, da ich diese Gebiete noch nie überflogen habe, aber es war dunkel, das genaue Verfolgen der Route habe ich für die Rückreise geplant.

Gegen 14:00 Uhr Ortszeit kam ich in Seoul an – ein imponierender Flughafen. Ich hatte nur meinen Rucksack als Gepäck und schlenderte zur Transitaerea. Da traute ich meinen Augen nicht als ich sah, dass besagte Nachbarin im Rollstuhl zum Ausgang gefahren wurde! Soviel zu der Motoradfahrt!

Gegen Abend begann dann die 2. Etappe – der 11-stündige Flug nach Auckland/ Neuseeland. Da habe ich viel vor mich hingeduselt- schlafen konnte ich nicht. Es gab nur 2 Mahlzeiten ( Abendessen und Frühstück). In Auckland waren dann die Pass-und Gepäckkontrollen, die schon sehr genau waren, zu durchstehen. Ein Spürhund hatte wohl das Knäckebrot in meinem Rucksack erschnüffelt, und ich musste alles auspacken. Ein schweißtreibendes Unternehmen, da ich ja alles auch wieder einpacken musste.

Zum weiteren Inlandsflug nach Christchurch half mir eine sehr freundliche Dame des Bodenpersonals, die mir den netten Rat gab: „Gehen Sie auf der grünen Linie und Sie kommen zum richtigen Terminal!“ Und so war es auch – völlig problemlos! Gegen Mittag landete ich in Christchurch und fand sehr schnell den Reiseführer von Chamäleon – Steffen!

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